Poetic Recording

Wo lang? – Konferenz Gemeingut Boden

Dies ist ein Poetic Recording zur Wo lang?-Konferenz Gemeingut Boden, die vom 4. – 6. Oktober 2019 an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft stattfand. Zum Video geht es hier entlang.


HerzAuf!Stand 2019


Bei der HerzAuf!Stand-Messe 2019 in der Forum Factory in Berlin durfte ich auch ein Poetic Recording schreiben und zum Abschluss der Veranstaltung vortragen.
Die folgende Aneinanderreihung von Worten entstand dabei.
(Auch hier zu finden und als pdf zu downloaden)

Was ist gerade in dir lebendig?

Räume füllen sich mit Licht und Lachen.
Interessierte Augen und tastende Hände beim Welten-Aufeinander-Krachen.
Oder doch eher anschmiegen?
Sind wir uns zu sehr am Wiegen
in scheinbarer Einigkeit?
Innerer, äußerer Wandel – Themen keiner Kleinigkeit.
Keine Klein-Ich-Keiten.
Eher die Frage nach Groß-WirIch-Keiten.
Das ist irgendwie verworren, doch so fühlt es sich oft an,
weil ich es so schwer nur fassen kann.

Schon wieder fühl‘ ich mich bodenlos,
dabei wünsch‘ ich mir den Boden bloß als Schoß.
Geborgenheit scheint mir so oft fern,
wenn wir bewegen große Fragen gern.
Und gleichzeitig ist so nah die heimelige Welt
beim in Kuschelhaufen raufen und im Tanzrauschen Blicke tauschen.

Vielleicht ist es da, womit der Umgang wird leichter.
Zeit vergeht nicht nur linear,
sondern ist gleichzeitig und überschneidend da.
Wenn so vieles jetztundjetztundjetzt geschieht,
kann schon sein, dass du mal aus allen Wolken fliegst.

Aber was fängt dich dann auf?

Sicher schon mal nicht der neueste Kauf,
der dir Wärme verspricht,
während er wie Plätzchen dein Gefühl aussticht.
Wenn nicht Kompensation, dann Vision?
Wolkenschlösser in die Tiefe bauen.
Um sich dann wieder umzuschauen,
mit Drachen zu tanzen, Banden zu bilden,
Träume wahr werden zu lassen in unbekannten Gefilden.
Und so viele von uns machen das bereits.
Ich meine: 6350 Ecovillages weltweit.

Also, dann – dann ist schon genug,
für die Welt tragen wir Sorge, dann ist ja gut.
Wenn wir Neu Aufbauen tun wir das sicher
doch genauso wenn wir stören
und nicht mehr auf verkleidete Autoritäten hören,
gibt’s von der Welt Gekicher
Wie schön wird das denn?!
Eine Welt in der wir Lachanfälle mit der Erde erleben!

Zeit also, um uns mit der Hand auf dem Herzen und
Liebe in der Luft auf die Straße zu bewegen.
In Spiralen des Wandels zur neuen Geschichte zu wirbeln,
Das Alte loszulassen im Fallen und gehalten werden.
Darum wirklich einzutauschen,
nicht nur an der Oberfläche zu kratzen.
Zu weinen, brüllen, schreien, lachen.
Mit dem Herz Auf! standhaft mitzumachen.
Die Lauscher zu weiten,
um Menschen emotionale erste Hilfe zu leisten.
Wohl eher damit zu dienen…

Genau wie die fleißigen Hummeln und Bienen,
durch die mit vielen anderen Faktoren,
die schmackhaften Köstlichkeiten wurden geladen auf Traktoren,
sodass Gemüse durch zahlreiche Rettungen
hier ankam zur Verköstigung.
Draußen in der kalten Sonne,
ratternde Messer, Süßkartoffelsongs voll Wonne.
Oh und welche Freude beim Verspeisen,
Grüppchensüppchen essen in Kreisereisen.

Auf Boden aus Beton, der schon einige Risse aufweist.
Wenn wir nur oft genug kommen, er vielleicht aufreißt.
Zarte Sprösslinge, die das Licht der Welt erblicken,
sich immerimmerimmer weiter gen Himmel strecken.
Sprößlinge, die Extinction Rebellion, genau wie persönlicher Minimalismus sind
oder Anti-Diskriminierungsarbeit genau wie das Spiel mit dem inneren Kind.
Sprösslinge, von denen man vorher doch gar nicht genau wissen kann,
wie hoch sie als Bäume wachsen werden und wann
sie dann wipfeln,
weit über den höchsten Bergesgipfeln.
Dort wo Wattebauschen sich erheben,
wo du und ich, WirIch noch in Wolken schweben.
Da werden uns die Bäume als bewegliche Säulen an den Fußsohlen kitzeln und streichen.
Ich hoffe.
Ja, ich hoffe spätestens dann wird das Entweder/Oder einem Eins in der Vielfalt weichen.

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